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Polonia Wuppertal - eine junge Vereinserfolgsgeschichte
Gerüchten zufolge gab es in Wuppertal schon in den frühen 80er Jahren eine polnische Mannschaft. Ob diese beim DFB gemeldet war ist nicht überliefert.

Immer wieder haben polnische Amateure die Wuppertaler Fußballszene bereichert und zumeist Gruppenweise (mit vier bis neun Spielern) die unterschiedlichen Teams verstärkt. Doch zur Gründung eines eigenen Vereins fehlte lange Zeit der entscheidende Impuls.

Doch gegen Ende 2004, wurde im Freundeskreis ehemaliger Fußballspieler verschiedener Vereine das Thema „polnischer Verein“ endlich einmal ernsthaft angesprochen und diesmal nicht, wie schon öfters zuvor, wieder verworfen. Diesmal wurde, unter der Leitung von Marek Deniziak, Nägel mit Köpfen gemacht, und binnen kurzer Zeit die Gründungssitzung anberaumt. Insgesamt sieben Gründungsmitglieder machten sich auf, um die ehrgeizige Zielsetzung und die damit verbundenen Anlaufschwierigkeiten in Angriff zu nehmen: Marek Deniziak, Roman Dreimol, Lukasz Kozak, Adam Schindler, Michael Nimz, Jarek Zamek, Dariusz Kubis.

Aus diesem Kreis wurden dann auch der erste Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Marek Deniziak, 2 Vorsitzender: Roman Dreimol, Kassierer: Lukasz Kozak.

Die Anmeldung im Vereinsregister erfolgte am 22.11.2005, die erste Hürde war also genommen - so weit war bis dato noch keine Initiative polnischer Fußballer in Wuppertal gekommen.

Was aber nutzt der schönste Verein, wenn er ohne Spiel- und Trainingsstätte dasteht?

Nach den schlechten Erfahrungen, die man zuvor mit den verantwortlichen Ämtern („keine Plätze frei, fünf Jahre Wartezeit“) gemacht hatte, nahm der junge Vorstand diesmal die Angelegenheit selbst in die Hand. So stieß man u. a. auf den Sportplatz Friedrichsberg, der zum damaligen Zeitpunkt nur wenig bekannt war und auch kaum genutzt wurde.

„Herr im Hause“ war die SSV Germania, da sie aber schon einen Kunstrasenplatz am Freudenberg nutzte, führte der Sportplatz Friedrichsberg ein Schattendasein. Also bemühte sich der Polonia-Vorstand um die Genehmigung von Trainingszeiten und - zur Überraschung aller Beteiligten - bekam man recht schnell gleich mehrere Einheiten zugeteilt. Das Unternehmen Polonia Wuppertal konnte somit seinen Spielbetrieb aufnehmen, eine komplette Mannschaft vorausgesetzt.

100_0361.jpgWochen zuvor trainierte bereits eine Truppe um den Vorstand, mit bis zu 25 Spielern, in den Hallen von Hako und Soccer World mit dem Ziel, die Jungs bei Bedarf für den neuen Verein anzuheuern. Beflügelt vom eigenen Sportplatz nahm das Team die Saisonvorbereitungen auf - und am 01.08.2005 ging es dann auch schon los.

Die erste Saison 2006/07

Spieler anmelden und ausstatten, Beiträge erheben …alle diese Aufgaben kamen auf den jungen Vorstand zu. Dazu noch, die Mannschaft aufzustellen, denn zunächst wollte sich kein geeigneter Trainer finden lassen. Dennoch gelang ein furioser Start. Das Team dominierte die Kreisliga C fast nach Belieben und hätte bereits im ersten Jahr um ein Haar den Aufstieg geschafft. Zur Winterpause war es dem Vorstand gelungen, mit Robert Kudla einen erfahrenen Trainer zu verpflichten, der den Aufstieg in die Kreisliga B sichern sollte - wäre da nicht die Unerfahrenheit des Vorstands in der Hinrunde gewesen, die zu einem Abzug von 18 Punkten führte, sodass am Ende drei Punkte zum Aufstieg fehlten.

Nach dem Motto "Dabei ist alles" (Orginalzitat "Ponczek") ließen sich Vorstand und Team die gute Laune nicht verderben, sondern ging beherzt die Vorbereitungen für die Saison 2007/08 an.

Zu diesen Vorbereitungen gehörte auch die PR-Arbeit, auf einem zuvor für diese Liga unbekanntem Niveau. Schließlich war 2006 das Jahr der WM in Deutschland - und Polen spielte in der gleichen Gruppe wie der Gastgeber. Diesen glücklichen Umstand nutzte der Verein und präsentierte sich im Wuppertaler Brauhaus (nach Übernahme in polnischer Hand) zu den Spielen der polnischen Nationalmannschaft, ferner in TV-Interviews (WDR), in der Zeitung (Wuppertaler Rundschau), im Radio (Radio Wuppertal) sowie auf den Public Viewing Flächen (Rathaus Barmen). Derart gestärkt ging es in die Saison 2006/07.

FC POLONIA bei RADIO WUPPERTAL


Die zweite Saison 2007/08

Die Arbeit trug Früchte, die Mannschaft wuchs von Training zu Training. Zeitweise trainierten bis zu 35 Kicker auf dem inzwischen in „die Waldarena“ umgetauften Sportplatz an der Friedrichsallee. Des Weiteren wurde Michael Kempa als sportlicher Leiter engagiert, der sich um den reibungslosen Spielbetrieb kümmerte. Auch sportlich nahm auch diese Saison einen sehr guten Verlauf, auch wenn die Polonia inzwischen so bekannt war, dass sich die Gegner besser auf die Partien einstellen konnten und die Kantersiege der Vorsaison seltener wurden. Nein, der Aufstieg in die Kreisliga B war kein Spaziergang, doch als Tabellenzweiter gelang der Sprung in die höhere Spielklasse.



Darüber hinaus hatte der enorme Zulauf an Spielern den Vorstand in seinem Vorhaben bestärkt, eine 2. Mannschaft zu gründen, die sich in der Kreisliga C auch prompt wacker schlug und, obwohl noch in der Aufbauphase befindlich, zu einem wichtigen Unterbau für die 1. Mannschaft werden konnte.


Die dritte Saison 2008/09

  • Team 1 – Die Aufstiegseuphorie hielt an: mit neuen Spielern gezielt verstärkt, gelang ein fulminanter Start in Kreisliga B. Vielfach von der Konkurrenz unterschätzt, stand am Ende der Hinrunde ein hervorragender 2.Tabellenplatz als Belohnung für harte Arbeit.
    In der Rückrunde wendete sich leider das Blatt, denn der Aufsteiger wurde nun ernst genommen. Auch das Ausscheiden des Trainers zur Winterpause brachte Unruhe ins Team. Nichtsdestotrotz beendete Polonia die Saison in der neuen Liga als Vierter, nur einen Platz von den Relegationsspielen entfernt. Ein respektables Ergebnis für den Aufsteiger.
  • Team 2 – Nachdem man lange Zeit zum Kreis der Aufstiegskandidaten zählte, ließ man dann doch einige entscheidende Zähler liegen, dennoch konnten unterm Strich sämtliche Erwartungen erfüllt werden.
  • dsc00860.jpgTeam 3 (D-Junioren) – Nachdem zahlreiche Anfragen beim Polonia-Vorstand eingegangen waren, wurde parallel zum Aufbau der Seniorenmannschaften auch die Jugendarbeit aufgenommen. Was mit vier Aktiven begann, erfreute sich schon bald großer Beliebtheit.
  • Sonstiges – in diesem Jahr wurde Polonia auch auf der kulturellen Ebene aktiv. Die Teilnahme an „Ölbergfest“ im April 2008 sowie die PoloniaDancing Party-Reihe mit über 500 Gästen waren ein voller Erfolg. Seitdem kennen immer mehr Wuppertaler Polonia nicht nur als Fußballverein.
  • Vorstandswahlen April 2009 - Nach 4 Jahren Amtszeit wurde der alte Vorstand durch einen neuen ersetzt. Zum ersten Vorsitzenden wurde wieder Marek Deniziak ernannt, zu seiner Unterstützung Lukasz Kozak, zuvor Kassierer, zum 2. Vorsitzenden gewählt. Des Weiteren wurde die neue Position eines Geschäftsführers ausgeschrieben, die an Michael Kemapa, zuvor Fussball-Obmann und Jugendleiter, erging. Auch wurden mit Olivia Kozak und Martha Balis zwei Kassierer-Posten besetzt. 

Die fünfte Saison 2009/10

  • _wir1929.jpgTeam 1 – Mit dem neuen Trainer, dem Zweitliga erfahrenen Franz Brol, sollte der Aufstieg in die Kreisliga A gelingen. Aufgrund vieler verletzungsbedingten Ausfällen verlief die Hinrunde alles andere als berauschend. Doch der fünfte Tabellenplatz zu Winterpause lässt auf eine bessere Rückrunde hoffen.
  • Team 2 – Hoch motiviert und mit gut 20 Spielern fast schon überbelegt, startete auch die 2. Mannschaft in die neue Saison. Auch der neue Trainer der 2. Mannschaft, Davor Kozak, nahm sich viel vor. Zur Saisonhälfte findet man sich im oberen Mittelfeld der Tabelle wieder, mit nur 6 Punkten Abstand zum Aufstiegsplatz.



  • Junioren D – Souverän setzten sich die D-Junioren gegen alle Gegner ihrer Gruppe durch. Die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte!
  • Verein – Die intensive Vorstandsarbeit zahlt  sich weiter aus. Nach vielen Gesprächen mit der Stadt Wuppertal übernimmt Polonia Wuppertal den Sportplatz an der Friederichsallee (Waldarena) nun in eignener Regie. Kurz vor Winterpause 2009/10 wurden alle Verträge unterzeichnet. Das damit verbundene Verkaufsrecht für Speisen und Getränke wird die wirtschaftliche Lage des Vereins erheblich verbessern.



  • Sonstiges – Juni 2009: Teilnahme am „Langen Tisch“, der Großveranstaltung in Wuppertal schlechthin. Entlang der Schwebebahn zeigen die Wuppertaler Unternehmen und Vereine über 250.000 Gästen, was sie zu bieten haben. Auch Polonia konnte mit seinem Stand begeistern. 600 Liter frisch gezapftes Tyskie sowie allerhand polnische Spezialitäten wurden am Vereinsstand konsumiert - ein voller Erfolg.
FC POLONIA bei Radio Aspekt

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Vereinsdaten:

Wappen:
Das Polonia-Wappen besteht aus einem zur Hälfte geteilten polnischen Adler, der nach Osten, nach Polen, blickt (der „Original“-Adler auf dem polnischen Wappen blickt nach Westen). Dieses Detail soll daran erinnern, woher die Gründer stammen. In der anderen Hälfte ist der Bergische Löwe zu sehen, der die polnische Fahne trägt. Dies soll an die jetzige Heimat erinnern, zu der wir stehen.

Polonia Slogan:

Skrawek Polski w dolinie rzeki Wupper – wörtlich übersetzt: Ein Stück Polen im Tal der Wupper –

Gegründet: 22.11.2005
Mitgliederzahl: 100

Farben: Weiß und Rot
Trikots: Polonia Wuppertal spielt überwiegend komplett in roten Trikots, um an die „polnischen Teufel“ um Boniek, Szarmach, Lato aus den Jahren 1974-86 zu erinnern.

Mannschaften: Derzeit spielen für Polonia: 2 Senioren-Mannschaften, 1 Altherren, 1 D Junioren.

Im Aufbau:
U17 Mädchen, B Junioren.

In Planung: A Junioren, E Junioren, F Junioren, Bambinis, U15 Mädchen, sowie weitere Abteilungen: Volleyball, Radsport, Sportangeln.

Gesucht werden: Spieler für jeweiligen Mannschafteten. Betreuer der Teams. Abteilungsleiter für die weiteren geplanten Abteilungen.

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